Hey Du,

letzte Woche habe ich dir erzählt, warum das Resonanzprinzip so wichtig ist. Warum Kinder auf das resonieren, was wir SIND, nicht auf das, was wir SAGEN.

Ich habe nicht erzählt, was passiert, wenn die Eltern anfangen zu kämpfen.

Wenn sie sagen: „Das System ist kaputt. Die Lehrer sind schuld. Die Schule ist schuld. Wir müssen kämpfen.“

 Und dann… wird alles schlimmer.

Was ich in meiner Arbeit sehe

Ich sehe immer wieder das gleiche Muster. Ein Kind verweigert die Schule. Und die Eltern sind in Kampf-Modus.

Sie sagen: „Die Lehrer verstehen unser Kind nicht. Die Schule ist zu hart. Das System ist kaputt.“

Und das mag stimmen. Wahrscheinlich stimmt es sogar.

Aber hier ist das Problem: Wenn die Eltern in Kampf-Modus sind, dann ist das Kind auch in Kampf-Modus.

Das Kind spürt: „Mama und Papa kämpfen gegen die Schule. Also muss ich auch kämpfen.“

Und das Kind wird noch verworrener. Noch ängstlicher. Noch verweigernder.

Weil das Kind nicht weiß: „Sind Mama und Papa auf meiner Seite? Oder kämpfen sie gegen mich?“

Das System hat Schlupflöcher

 Hier ist das, was ich gelernt habe: Das System hat so viele Schlupflöcher.

Man muss nur wissen, wie man sie richtig bedient.

Es geht nicht um Kampf und Krieg.

Es geht um Ziele. Was will ich? Was braucht mein Kind JETZT? Wie bekomme ich das?

Und in aller Regel bekomme ich das nicht durch Kampf und Krieg. Oder es kostet immens viel Energie und bleibt meist nicht ohne Kollateralschäden.

Die clevere Strategie

Die clevere Strategie ist:

  1. Definiere dein Ziel. Was braucht dein Kind JETZT?
  2. Verstehe die echten Ängste. Nicht die Symptome. Die echten Ängste.
  3. Baue eine Mannschaft auf. Ärzte, Therapeuten, Schulleitung – die mitziehen.
  4. Kommuniziere richtig. Nicht Konfrontation. Sondern Zusammenarbeit.
  5. Nutze die Schlupflöcher. Kenne das System und bediene es richtig.
  6. Habe einen Coach. Der weiß, wie man mit dem System umgeht.

Und dann… ändert sich alles.

Nicht weil du kämpfst. Sondern weil du strategisch denkst.

Wir sprechen bald 🙂

Von ganzem Herzen,

Thomas

P.S. Nächste Woche schreibe ich dir über etwas, das ich in meiner Arbeit immer wieder sehe. Und das viele Ehen zerstört. Es geht um Glaubenssätze. Und wie unterschiedliche Glaubenssätze zwischen Mama und Papa alles durcheinander bringen.